Wusstet ihr, dass…?! Kurioses über Münchner Gschichtn

Eingetragen bei: Allgemein, Eintrag, Münchner, Münchner Gschicht`n, Plätze | 0

 

 

Wusstet ihr, … ?

 

dass im Bierlokal „Donisl“ am Marienplatz jahrelang alkoholisierte Gäste mit K.O.-Tropfen im Bier betäubt und scho fast bis auf die Buxe von den Kellnern beraubt wurden? Anschließend wurden sie entweder vorm Hinterausgang abgelegt oder halbnackad aufn Marienplatz ausgesetzt, wo sie dann meist am nächsten Morgen erst aufwachten. Zwecks da Scham verzichteten die meisten Opfer aber auf eine Anzeige. 

1984 wurde der Donisl schließlich von der Polizei gestürmt, viele Kellner und der Geschäftsführer wurden verhaftet. Die Gaststätte hat sich nie wieder gscheid von ihrem Ruf erholt. Jetzt wirds grade saniert und soll bald im anderen Stil weiterbetrieben werden.

Aber die Geschichte bleibt und wenn ma mal a Bier drin trinkt, glauben wir, wird ma auch immer noch die K.O.-Tropfen im Hinterkopf haben… 😛

 

hat-kultstatus-der-mnchner-donisl
Der Donisl am Marienplatz soll Ende 2015 in neuem Ambiente und unter neuer Geschäftsführung eröffnen. Bildquelle: www.ahgz.de

 

 

dass 1971 der erste Stock vom „Feinkost Käfer“ zum Zusammentreffen von Politik, Prominenz und Schickeria wurde, weil schräg gegenüber in der Bankfiliale zwei Bankräuber 18 Geiseln in ihrer Gewalt gefangen hielten?

Bei Scampi und Champagner, mit bester Sicht und aus sicherer Entfernung verfolgten unter anderem der bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß und der damalige Innenminister Erich Kiesl den „Live-Krimi“.  

Auch andere 5.000 Schaulustige wollten Deutschlands ersten Banküberfall mit Geiselnahme nicht verpassen und versammelten sich rund ums Geschehen in der Prinzregentenstraße.

 

Das Ultimatum der Bankräuber an die Polizei waren zwei Millionen Mark, ein Fluchtauto und ein freier Abgang. Nach fast sieben Stunden verließ einer der Bankräuber zusammen mit einer Geisel die Bank. Als sie sich im Auto befanden, fingen die vielen Münchner Schaulustigen an zu klatschen und die Scharfschützen eröffneten das Feuer. Der 31-Jährige Räuber aus Giesing und die Geisel sterben. Bis heute ist wohl nicht geklärt, wer den Befehl zum Schießen gab.

 

498677143-tausende-muenchner-stehen-absperrungen-verfolgten-gespannt-geschehen-bank-polizei-repro-haag-12UI
Ba ba ba ba ba ba ba ba ba Banküberfall. Bildquelle: www.merkur.de

 

 

dass in der Café-Bar „Isar-Post“ in der Sonnenstraße (daneben früher auch Club „8 Seasons“) im 19. Jahrhundert Kinder geboren wurden? Damals war das wunderschöne Gebäude nämlich ein Gebärhaus, eine Klinik für werdende Mütter.

Mit dem Gedanken, dass da schon tausende Babys zur Welt gekommen sind, wird des Gebäude doch umso schöner, oder?

Heute ist die Gebärantsalt umgezogen in die Frauenklinik in der Maistraße.

 

5036625925_f2875c84b6_b
Bildquelle: www.flickr.com

 

 

dass König Ludwig I. (ja, er muss einfach immer erwähnt werden 😉 ) alle Damen, die er begehrte oder die er einfach nur wunderschön fand, porträtieren ließ? 

Für die Damen war das weniger ein Gefallen, den sie dem König machten, sondern mehr das Nachgehen einer leisen Aufforderung von ihm, denn viel gefragt wurden die Mädls da nicht! 

Mei da Kini, der oide Weiberer…

Die „Galerie der Schönen“, gemalt vom Kini seim Hofmaler, Joseph Stieler, gibt’s im Schloss Nymphenburg zu bestaunen.

 

14912431187_27349cc0aa_b
Die Galerie der Schönen im Schloß Nymphenburg. Bildquelle: www.flickr.com

 

Hinterlasse einen Kommentar